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Nach Ng et al. 1998 Rumpf Vorne Links

M. Obliquus Externus Abdominis

Äußerer schräger Bauchmuskel (Obl Ext L)

Der M. Obliquus Externus Abdominis (Äußerer schräger Bauchmuskel) ist ein Muskel der Region Rumpf Vorne. Er ist verantwortlich für lateralflexion und Rotation des Rumpfes zur Gegenseite, Flexion der Wirbelsäule, Kompression der Bauchhöhle. Dieser Muskel ist nicht im offiziellen SENIAM-Katalog enthalten — die Elektrodenplatzierung basiert auf etablierter klinischer Literatur. Diese Seite dokumentiert die exakte Elektrodenposition, die anatomischen Befestigungen und eine standardisierte Testbewegung basierend auf Hermens et al. (2000).

Funktion

Lateralflexion und Rotation des Rumpfes zur Gegenseite, Flexion der Wirbelsäule, Kompression der Bauchhöhle

Gegenseite: Obl Ext R
Elektrodenposition am 3D-Modell: M. Obliquus Externus Abdominis (Muskel hervorgehoben, Sensor platziert) Vorschau — im 3D-Viewer das Modell drehen und die Nachbarmuskeln prüfen. Im 3D-Viewer ansehen

Elektrodenplatzierung (SENIAM)

Unterhalb der untersten Rippe, 45° zur Horizontalen

Orientierung: Parallel zu den Muskelfasern (schräg, ca. 45°)

Quelle: Ng et al. 1998 ↗

Ng JK-F, Kippers V, Richardson CA. Muscle fibre orientation of abdominal muscles and suggested surface EMG electrode positions. Electromyogr Clin Neurophysiol. 1998;38(1):51-58.

Methodischer Hintergrund der Quelle

Ng et al. (1998) bestimmten den Faserverlauf der Bauchmuskeln und leiteten daraus Empfehlungen für Oberflächen-Elektrodenpositionen ab. Entscheidend ist die Ausrichtung der Elektroden parallel zu den Fasern — beim M. rectus abdominis vertikal, beim M. obliquus externus schräg. Diese Faserorientierung ist der Kern der hier dokumentierten Position.

Messpraxis nach Criswell 2011, Site „External Abdominal Oblique“, S. 349

Ableitungstyp
Quasi-spezifischer Site Nachbarmuskeln tragen spürbar zum Signal bei — Crosstalk einkalkulieren.
Signal-Check
Rumpf rotieren; diagonaler Sit-up.
Crosstalk aus
Obliquus internus · Rectus abdominis · Latissimus dorsi · Quadratus lumborum
Artefakte
Dicke Fettgewebsschicht dämpft das Signal.

Basierend auf SENIAM-Empfehlungen (Hermens et al. 2000). Kein offizielles SENIAM-Produkt. Alle Quellen anzeigen → · So werden Elektroden platziert (Leitfaden) · Glossar

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Anatomie

Ursprung Außenflächen der 5.–12. Rippe Ansatz Linea alba, Crista iliaca, Lig. inguinale

Testbewegung

Rotation des Oberkörpers zur Gegenseite gegen Widerstand

Dieser Muskel hat keine SENIAM-standardisierte Elektrodenposition. Die Platzierung sollte auf anatomischem Wissen basieren.

MVC-Referenztest (Konrad 2005)

Position
Seitlage mit fixierten Beinen und Hüfte; Rumpf anheben und früh in der gebeugten Position fixieren.
Fixierung
Beine und Hüfte mit Gurten oder manuell fixiert.
Widerstand
Die Fixierung selbst (isometrisches Halten); eine zusätzliche Rumpfrotation kann die Aktivität der Obliqui erhöhen.
Kontrollübung
Der Rectus-abdominis-Test ist die wichtige Kontrollübung.

Konrad: dieser Test braucht gute koordinative Fähigkeiten; die Obliqui feuern oft höher, wenn zur Flexion eine Rotation kommt.

Konrad P. The ABC of EMG. Noraxon; 2005, p. 32. Konrad beschreibt diesen Test auf Gruppenebene; er gilt für alle Muskeln der Gruppe. · Warum und wie auf MVC normalisieren

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Im Training zählt bei diesem Muskel vor allem die gezielte Ansteuerung und die Links-rechts-Symmetrie.

Häufige Fragen

Wo platziere ich die EMG-Elektrode auf dem M. Obliquus Externus Abdominis?

Unterhalb der untersten Rippe, 45° zur Horizontalen. Orientierung: Parallel zu den Muskelfasern (schräg, ca. 45°). Nicht in SENIAM — Platzierung nach Ng et al. 1998.

Mit welcher Testbewegung wird der M. Obliquus Externus Abdominis aktiviert?

Rotation des Oberkörpers zur Gegenseite gegen Widerstand. Sie dient als Signal-Check vor der Messung: Bei korrekter Elektrodenlage steigt die EMG-Amplitude während dieser Bewegung deutlich an.

Ist der M. Obliquus Externus Abdominis ein SENIAM-empfohlener Muskel?

Nein. Der M. Obliquus Externus Abdominis ist nicht im offiziellen SENIAM-Katalog enthalten. Die hier dokumentierte Elektrodenposition folgt dem etablierten Protokoll nach Ng et al. 1998.

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