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Nach Criswell 2011 Hüfte Quasi-spezifisch

M. Gracilis

Schlanker Muskel (Gracil R)

Elektrodenplatzierung (Criswell 2011)

Medialer Oberschenkel, ca. 4 cm distal des Os pubis; Bereich bei isometrischer Adduktion palpieren. Hinweis: Adduktoren-Site nach Criswell — an der Oberfläche nicht vom M. adductor longus zu trennen

OrientierungSchräg entlang des Muskelverlaufs, 2 cm Elektrodenabstand; nicht zur Oberschenkelvorderseite hin (Crosstalk M. rectus femoris)

Am 3D-Modell zeigen Quelle: Criswell 2011 · Messpraxis
Elektrodenposition am 3D-Modell: M. Gracilis (Muskel hervorgehoben, Sensor platziert) Vorschau — im 3D-Viewer das Modell drehen und die Nachbarmuskeln prüfen. Im 3D-Viewer ansehen

Messpraxis & Quelle

nach Criswell 2011, Site „Hip Adductor (Adductor Longus/Gracilis)“, S. 367

Ableitungstyp
Quasi-spezifische Ableitung Nachbarmuskeln tragen spürbar zum Signal bei — Crosstalk einkalkulieren.
Signal-Check
Knie zusammenpressen (Adduktion); Gehen.
Crosstalk aus
Adductor longus (an der Oberfläche nicht trennbar) · Rectus femoris · Vastus medialis · Adductor magnus
Als Sitzungsblatt drucken · A4 mit Landmarken, Signal-Check und MVC-Test
Quelle: Criswell 2011

Criswell E. Cram's Introduction to Surface Electromyography. 2nd ed. Jones & Bartlett Learning; 2011. ISBN 978-0-7637-3274-5.

Methodischer Hintergrund der Quelle

Criswell (2011) — Cram's Introduction to Surface Electromyography, 2. Auflage — ist das Standard-Lehrbuch für Oberflächen-EMG-Elektrodenplatzierung außerhalb des SENIAM-Katalogs. Der Atlas-Teil (Part III) beschreibt für jeden Site Palpation, Elektrodenlage mit 2 cm Abstand parallel zum Faserverlauf, eine Testbewegung sowie die Nachbarmuskeln, aus denen Crosstalk zu erwarten ist. Cram's stuft die hier verwendete Position als „quasi-spezifisch" ein — der Muskel ist an der Oberfläche nicht vollständig von seinen Nachbarn zu trennen. Die Position ist praxiserprobt, aber weniger validiert als eine SENIAM-Empfehlung.

Basierend auf SENIAM-Empfehlungen (Hermens et al. 2000). Kein offizielles SENIAM-Produkt. Alle Quellen anzeigen → · SENIAM-Referenztabelle · So werden Elektroden platziert (Leitfaden) · Glossar

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Anatomie & Funktion

Der M. Gracilis (Schlanker Muskel) ist ein Muskel der Region Hüfte. Er ist verantwortlich für adduktion im Hüftgelenk, Flexion und Innenrotation im Kniegelenk. Dieser Muskel ist nicht im offiziellen SENIAM-Katalog enthalten — die Elektrodenplatzierung basiert auf etablierter klinischer Literatur. Diese Seite dokumentiert die exakte Elektrodenposition, die anatomischen Befestigungen und eine standardisierte Testbewegung basierend auf Hermens et al. (2000).

Funktion Adduktion im Hüftgelenk, Flexion und Innenrotation im Kniegelenk Ursprung Ramus inferior ossis pubis, nahe der Symphyse Ansatz Pes anserinus (mediale Tibiafläche proximal) Innervation N. obturatorius, L2–L4

Innervation nach Perotto AO, Anatomical Guide for the Electromyographer, 5. Aufl. 2011 — anatomische Angabe, keine Empfehlung zur Elektrodenplatzierung.

Testbewegung

Adduktion des Oberschenkels (Knie zusammenpressen) gegen Widerstand

Dieser Muskel hat keine SENIAM-standardisierte Elektrodenposition. Die Platzierung sollte auf anatomischem Wissen basieren.

MVC-Referenztest (Konrad 2005) – M. Gracilis: Rückenlage oder sitzend mit gebeugten Beinen; ein großes, steifes Rollkissen wird zwischen den Knien zusammengedrückt. Detail: Gruppentest, Sensor auf dem Referenzmuskel der Gruppe (M. Adductor Longus)
Gruppentest — Bild zeigt den Referenzmuskel der Gruppe (M. Adductor Longus). Abbildung zeigt die linke Seite; für rechts spiegelbildlich aufbauen.

MVC-Referenztest (Konrad 2005)

Position
Rückenlage oder sitzend mit gebeugten Beinen; ein großes, steifes Rollkissen wird zwischen den Knien zusammengedrückt.
Fixierung
Das Kissen liefert selbst den starren Widerstand; Becken stabil.
Widerstand
Isometrische Adduktion gegen das Kissen.

Konrad testet die Adduktoren als eine Gruppe („Mm. adductores"); Oberflächen-EMG trennt Longus, Magnus und Gracilis nicht.

Konrad P. The ABC of EMG. Noraxon; 2005, p. 32. Konrad beschreibt diesen Test auf Gruppenebene; er gilt für alle Muskeln der Gruppe. · Warum und wie auf MVC normalisieren

Aktivität des M. Gracilis live messen

Die Elektrode sitzt — und dann? easyEMG visualisiert die Muskelaktivität in Echtzeit, mit SENIAM-konformen Platzierungshinweisen, bis zu 4 Kanälen gleichzeitig und Biofeedback-Training direkt im Anschluss.

In der Rehabilitation wird der Schlanker Muskel typischerweise zur Verlaufskontrolle und Ansteuerungsschulung erfasst.

Häufige Fragen

Wo platziere ich die EMG-Elektrode auf dem M. Gracilis?

Medialer Oberschenkel, ca. 4 cm distal des Os pubis; Bereich bei isometrischer Adduktion palpieren. Hinweis: Adduktoren-Site nach Criswell — an der Oberfläche nicht vom M. adductor longus zu trennen. Orientierung: Schräg entlang des Muskelverlaufs, 2 cm Elektrodenabstand; nicht zur Oberschenkelvorderseite hin (Crosstalk M. rectus femoris). Nicht in SENIAM — Platzierung nach Criswell 2011.

Mit welcher Testbewegung wird der M. Gracilis aktiviert?

Adduktion des Oberschenkels (Knie zusammenpressen) gegen Widerstand. Sie dient als Signal-Check vor der Messung: Bei korrekter Elektrodenlage steigt die EMG-Amplitude während dieser Bewegung deutlich an.

Ist der M. Gracilis ein SENIAM-empfohlener Muskel?

Nein. Der M. Gracilis ist nicht im offiziellen SENIAM-Katalog enthalten. Die hier dokumentierte Elektrodenposition folgt dem etablierten Protokoll nach Criswell 2011.

Weitere Muskeln: Hüfte Alle in der Region →

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