Oberflächlicher Fingerbeuger (FDS R)
Auf der Beugeseite der Unterarmmitte, etwa bei drei Vierteln der Strecke Ellenbogen-Handgelenk; nur die Finger beugen (nicht das Handgelenk) und dort ableiten, wo die Bewegung am deutlichsten zu tasten ist
OrientierungParallel zum Faserverlauf, 2 cm Elektrodenabstand - quasi-spezifische Site, Crosstalk aus den benachbarten Fingerbeugern
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nach Criswell 2011, Site „Flexor Digitorum Superficialis“, S. 332
Criswell E. Cram's Introduction to Surface Electromyography. 2nd ed. Jones & Bartlett Learning; 2011. ISBN 978-0-7637-3274-5.
Criswell (2011) — Cram's Introduction to Surface Electromyography, 2. Auflage — ist das Standard-Lehrbuch für Oberflächen-EMG-Elektrodenplatzierung außerhalb des SENIAM-Katalogs. Der Atlas-Teil (Part III) beschreibt für jeden Site Palpation, Elektrodenlage mit 2 cm Abstand parallel zum Faserverlauf, eine Testbewegung sowie die Nachbarmuskeln, aus denen Crosstalk zu erwarten ist. Cram's stuft die hier verwendete Position als „quasi-spezifisch" ein — der Muskel ist an der Oberfläche nicht vollständig von seinen Nachbarn zu trennen. Die Position ist praxiserprobt, aber weniger validiert als eine SENIAM-Empfehlung.
Basierend auf SENIAM-Empfehlungen (Hermens et al. 2000). Kein offizielles SENIAM-Produkt. Alle Quellen anzeigen → · SENIAM-Referenztabelle · So werden Elektroden platziert (Leitfaden) · Glossar
Der M. Flexor Digitorum Superficialis (Oberflächlicher Fingerbeuger) ist ein Muskel der Region Unterarm. Er ist verantwortlich für flexion im proximalen Interphalangealgelenk (PIP) der Finger II–V, Handgelenkflexion. Dieser Muskel ist nicht im offiziellen SENIAM-Katalog enthalten — die Elektrodenplatzierung basiert auf etablierter klinischer Literatur. Diese Seite dokumentiert die exakte Elektrodenposition, die anatomischen Befestigungen und eine standardisierte Testbewegung basierend auf Hermens et al. (2000).
Innervation nach Perotto AO, Anatomical Guide for the Electromyographer, 5. Aufl. 2011 — anatomische Angabe, keine Empfehlung zur Elektrodenplatzierung.
Beugung der Finger im Mittelgelenk gegen Widerstand
Dieser Muskel hat keine SENIAM-standardisierte Elektrodenposition. Die Platzierung sollte auf anatomischem Wissen basieren.
Konrad fasst Unterarm-Flexoren und -Extensoren als eine Gruppe: Handgelenksflexion für die Flexoren, Handgelenksextension für die Extensoren.
Konrad P. The ABC of EMG. Noraxon; 2005, p. 31. Konrad beschreibt diesen Test auf Gruppenebene; er gilt für alle Muskeln der Gruppe. · Warum und wie auf MVC normalisieren
Die Elektrode sitzt — und dann? easyEMG visualisiert die Muskelaktivität in Echtzeit, mit SENIAM-konformen Platzierungshinweisen, bis zu 4 Kanälen gleichzeitig und Biofeedback-Training direkt im Anschluss.
In der Therapie geht es bei diesem Muskel meist um Tonusregulation und das bewusste Entspannen unter einem Schwellenwert.
Auf der Beugeseite der Unterarmmitte, etwa bei drei Vierteln der Strecke Ellenbogen-Handgelenk; nur die Finger beugen (nicht das Handgelenk) und dort ableiten, wo die Bewegung am deutlichsten zu tasten ist. Orientierung: Parallel zum Faserverlauf, 2 cm Elektrodenabstand - quasi-spezifische Site, Crosstalk aus den benachbarten Fingerbeugern. Nicht in SENIAM — Platzierung nach Criswell 2011.
Beugung der Finger im Mittelgelenk gegen Widerstand. Sie dient als Signal-Check vor der Messung: Bei korrekter Elektrodenlage steigt die EMG-Amplitude während dieser Bewegung deutlich an.
Nein. Der M. Flexor Digitorum Superficialis ist nicht im offiziellen SENIAM-Katalog enthalten. Die hier dokumentierte Elektrodenposition folgt dem etablierten Protokoll nach Criswell 2011.